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Was kostet Personal Training? Preise im DACH-Raum 2026

Preise · 27. August 2026 · 8 Minuten

Kurz gesagt

Eine Einheit Personal Training kostet in Österreich üblicherweise 80 bis 150 Euro, in Deutschland 60 bis 150 Euro und in der Schweiz 90 bis 150 Franken. In den großen Städten liegt das obere Ende höher, am Land liegen die Preise oft 20 bis 30 Prozent darunter. Zehnerblöcke sind je Einheit meist 10 bis 25 Prozent günstiger, laufende Online-Betreuung kostet 80 bis 200 Euro im Monat. Vom Honorar bleibt nach Sozialversicherung, Steuer und unbezahlter Arbeitszeit deutlich weniger übrig, als die Stundenzahl vermuten lässt.

Auf die Frage nach dem Preis gibt es keine einzelne Zahl, sondern drei Spannen — je nach Land, Stadt und Betreuungsform. Wer die Spannen kennt, kann ein Angebot einordnen. Wer nur eine Durchschnittszahl kennt, hält jedes zweite Angebot fälschlich für zu teuer.

Was kostet eine Einheit Personal Training?

Die Größenordnung im deutschsprachigen Raum, aus öffentlichen Preislisten und Branchenübersichten:

LandÜbliche Spanne je EinheitGroßstadt-Spitze
Österreich80–150 €Wien, Graz, Salzburg am oberen Ende
Deutschland60–150 €Berlin, München, Hamburg, Frankfurt bis 200 €
SchweizCHF 90–150Zürich bis CHF 250

Zwei Dinge stehen in diesen Zahlen nicht drin und verschieben sie trotzdem.

Erstens die Dauer. Was in Preislisten „Stunde" heißt, sind je nach Anbieter 50 oder 55 Minuten. Zwischen 100 Euro für 50 Minuten und 100 Euro für 60 Minuten liegen fast 20 Prozent Unterschied im Preis je Trainingsminute.

Zweitens der Ort. Trainiert wird im Studio des Trainers, in einem angemieteten Studio, beim Klienten zuhause oder draußen. Die Miete steckt im Preis, die Anfahrt auch — Hausbesuche kosten deshalb regelmäßig mehr als dasselbe Training in einer festen Fläche.

Warum sind die Spannen so groß?

Weil „Personal Trainer" keine geschützte Bezeichnung ist und in derselben Spalte drei sehr verschiedene Angebote stehen.

Am unteren Ende steht Betreuung, die in Wahrheit eine begleitete Studioeinheit ist: gleicher Plan für viele, wenig Vorbereitung, kaum Nachverfolgung. Am oberen Ende steht Betreuung mit Erstanalyse, individuellem Aufbau, laufender Anpassung und Erreichbarkeit zwischen den Terminen.

Dazwischen liegt der eigentliche Preisunterschied — und er lässt sich am Angebot ablesen, nicht am Zertifikat. Welches Gewerbe dahintersteht und was ein Trainer damit überhaupt anbieten darf, steht in Personal Trainer werden in Österreich.

Was kosten Blöcke und Monatspakete?

Kaum jemand verkauft ausschließlich Einzelstunden. Die üblichen Modelle:

ModellPreisErsparnis je Einheit
Einzelstundevoller Satz
Fünfer- bis Zwanzigerblockgestaffelt10–25 Prozent
Zehnerblock Deutschland700–1.200 €je nach Ausgangssatz
Monatspaket AT, 1× pro Woche300–600 €planbar für beide Seiten

Der Rabatt ist dabei nicht der Hauptzweck. Ein bezahlter Block bindet die Entscheidung an einen Zeitpunkt, an dem die Motivation hoch ist — und überlebt damit die Wochen, in denen sie es nicht ist. Genau daran scheitern lose Einzeltermine: Rund 80 bis 90 Prozent aller Vorsätze werden nach wenigen Wochen aufgegeben.

Was kostet Online-Betreuung im Monat?

Laufende Betreuung ohne feste Termine vor Ort wird als Monatspreis verkauft:

StufePreisWas üblicherweise enthalten ist
Einstieg80–120 €/MonatPlan, Rückmeldung etwa alle zwei Wochen
Mitte120–200 €/Monatwöchentliche Rückmeldung, laufende Anpassung, Nachrichten
Spezialisiertab 300 €/Monatenge Taktung, ausgeprägte Nische

Je Trainingseinheit gerechnet liegt das 30 bis 50 Prozent unter dem Preis vor Ort. Für den Klienten ist das der sichtbare Vorteil. Für den Trainer liegt der Vorteil woanders: Der Umsatz wiederholt sich, ohne dass jede Woche ein Termin gefunden werden muss.

Wie viel davon bleibt beim Trainer?

Weniger, als die Rechnung „Stundensatz mal Stunden" ergibt — und das ist der Punkt, an dem sich Preisgespräche entscheiden.

Ein selbstständiger Trainer mit 100 Euro je Einheit und 20 bezahlten Einheiten pro Woche kommt auf 2.000 Euro Wocheneinnahmen. Davon gehen ab: Sozialversicherung, Einkommensteuer, Miete oder Studioanteil, Ausrüstung, Fortbildung, Versicherung. Dazu kommen Wochen mit Urlaub, Krankheit und Feiertagen, in denen nichts hereinkommt.

Und es kommt die unbezahlte Zeit dazu. Erhebungen aus der Branche nennen rund 15 Stunden pro Woche für Planung, Pläne schreiben und Organisation. Diese Stunden stehen auf keiner Rechnung und sind trotzdem Arbeitszeit — bei 20 bezahlten Einheiten arbeitet der Trainer also eher 35 Stunden als 20.

Zum Vergleich: Angestellte Personal Trainer in Deutschland liegen bei 2.200 bis 2.700 Euro brutto im Monat. Selbstständige Honorare von 50 bis 100 Euro je Stunde ergeben erst dann mehr, wenn die Auslastung stimmt und die unbezahlte Zeit klein bleibt.

Warum verlangen viele Trainer zu wenig?

Weil sie den Preis an der Einheit messen und nicht am Monat. Wer 70 Euro verlangt, weil der Nachbar 70 Euro verlangt, übernimmt dessen Kostenstruktur, ohne sie zu kennen — Miete, Auslastung und Anfahrt sind selten dieselben.

Der Preis muss die unbezahlte Zeit mittragen, sonst trägt sie niemand. Genau hier liegt eine der Ursachen dafür, dass Branchenangaben zufolge bis zu 80 Prozent der Personal Trainer den Beruf binnen zwei Jahren wieder verlassen. Nicht das Training zermürbt, sondern die Stunden daneben, die im Stundensatz nicht eingepreist sind.

Wer den eigenen Satz sauber herleiten will, rechnet rückwärts: gewünschtes Jahreseinkommen, plus Abgaben und Fixkosten, geteilt durch die Einheiten, die in einem Jahr realistisch stattfinden — nicht durch die, die im Kalender Platz hätten.

Woran erkennt man einen fairen Preis?

Nicht an der Höhe, sondern daran, was dafür festgelegt ist. Vier Fragen, die sich vor der ersten Zahlung beantworten lassen:

  1. Wie lang ist eine Einheit wirklich? 50, 55 oder 60 Minuten.
  2. Was passiert zwischen den Terminen? Plan, Rückmeldung, Erreichbarkeit — oder nichts.
  3. Wie wird Fortschritt festgehalten? Gewichte, Wiederholungen, Fotos, Werte über die Zeit.
  4. Was gilt bei Absage? Frist, Ausfallregel, Gültigkeit eines Blocks.

Wer auf alle vier eine klare Antwort bekommt, kann den Preis einordnen. Weitere Fragen dieser Art sind auf der Seite Häufige Fragen gesammelt.

Was kostet die Betreuung den Trainer selbst?

Auf der Kostenseite eines Trainers steht neben Miete und Versicherung auch die Software, über die Pläne, Nachrichten und Fortschritt laufen. Die Spanne reicht von der kostenlosen Tabelle bis zu Plattformen mit eigenem Erscheinungsbild.

KADEA ist eine Coaching-App für Personal Trainer im deutschsprachigen Raum: Trainingspläne, 412 Übungen mit Video, Nachrichten und Fortschritt in einer App, die das Logo und die Farben des Trainers trägt. Der Zugang kostet 50 € im Monat plus 10 € je aktivem Klienten (zzgl. USt.), die Daten liegen auf EU-Servern in Irland.

Wer selbst betreut und die Zahlen für das eigene Angebot durchrechnen will, findet den Weg zur Aufnahme unter Trainer werden.

Fazit

Personal Training kostet im deutschsprachigen Raum je Einheit meist zwischen 60 und 150 Euro, in den großen Städten mehr, am Land weniger. Blöcke senken den Preis je Einheit um 10 bis 25 Prozent, laufende Online-Betreuung liegt bei 80 bis 200 Euro im Monat. Die Spanne erklärt sich weniger durch die Person als durch den Umfang: Dauer der Einheit, Betreuung zwischen den Terminen, Nachverfolgung des Fortschritts. Und auf der anderen Seite der Rechnung bleibt vom Honorar deutlich weniger übrig, als die Stundenzahl vermuten lässt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Stunde Personal Training in Österreich?

Üblich sind 80 bis 150 Euro je Einheit. In Wien, Graz und Salzburg liegt das obere Ende häufiger an, in ländlichen Regionen sind die Preise oft 20 bis 30 Prozent niedriger. Eine Einheit dauert dabei meist 50 oder 60 Minuten, nicht zwingend volle 60.

Warum ist Personal Training in Deutschland teilweise günstiger?

Die deutsche Spanne beginnt niedriger, weil der Markt größer und stärker gestaffelt ist. In Berlin, München, Hamburg und Frankfurt werden dagegen bis zu 200 Euro je Einheit verlangt. Der Unterschied liegt weniger am Land als an der Stadt.

Lohnt sich ein Zehnerblock?

Rechnerisch ja: Der Preis je Einheit sinkt um etwa 10 bis 25 Prozent. In Deutschland liegen Zehnerblöcke meist zwischen 700 und 1.200 Euro. Der eigentliche Gewinn liegt aber nicht im Rabatt, sondern darin, dass ein bezahlter Block seltener abgebrochen wird als eine lose Reihe von Einzelstunden.

Was kostet Online-Betreuung im Vergleich?

Zwischen 80 und 200 Euro im Monat, spezialisierte Angebote auch über 300 Euro. Je Trainingseinheit gerechnet liegt Online-Betreuung damit 30 bis 50 Prozent unter dem Preis vor Ort.

Wie viel verdient ein Personal Trainer wirklich?

Deutlich weniger als Stundensatz mal Stunden. Vom Honorar gehen Sozialversicherung, Einkommensteuer, Ausfallzeiten, Urlaub und rund 15 Stunden unbezahlte Verwaltungsarbeit pro Woche ab. Angestellte Trainer in Deutschland liegen bei 2.200 bis 2.700 Euro brutto im Monat.

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